Kurzmeldung

Neue Reparaturmethode für alte Brücken

Viele Brücken kommen in die Jahre und benötigen Sanierung. Die Empa hat ein Verstärkungsverfahren optimiert, dank dem Beton 77 Prozent mehr Druck aushält.

Neue Reparaturmethode für alte Brücken

Ein grosser Teil der Schweizer Nationalstrassen-Brücken wurde von Mitte der Sechziger- bis zu den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts errichtet. Damals mussten sie noch weit geringeren Verkehrsbelastungen standhalten als heute.

Um Tragwerke, die unter ihren Lasten ächzen, zu sanieren, kommen seit langem kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) zum Einsatz. Deren Wirkung wird verbessert, indem vor dem Aufbringen des CFKs Lamellen auf die Unterseite der geschwächten Platten gefräst werden. Diese Methode vergrössert die Fläche für die Kraftübertragung und wirkt zudem tiefer in den Beton hinein. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Druck um ein Drittel.

Bessere Methode

Mit einer optimierten Methode wurde dieser Wert von einem Empa-Team mehr als verdoppelt: Dazu wurde die Verstärkungsauflage vor dem Aufkleben mit Epoxidharz vorgespannt. Ist die Verbindung erhärtet, werden die Enden entspannt und die Streifen, die sich zusammenziehen «wollen», wirken der Durchbiegung noch stärker entgegen.

Damit die Fixierung der Enden den Zugkräften von bis zu 14 Tonnen widerstehen, wurden bei der Empa eigens U-förmige Bügel aus CFK entworfen. Die Vorteile: präziser definierte Übertragung der Kräfte und vor allem eine metallfreie Konstruktion, die immun ist gegen Korrosion.

Günstig und klimafreundlich

Die Forschenden hoffen, ihre Erfindung noch dieses Jahr an einem ersten Sanierungsprojekt anzuwenden. Sie sehen darin ein grosses Vermarktungspotenzial. Denn flicken statt neu zu bauen spart nicht nur Kosten, sondern verhindert auch CO2-Emissionen.

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Text sda
Fotografie Keystone

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