Kurzmeldung

Forschende behalten unsichtbare Gletscher im Auge

Forschende haben erstmals eine neue Vermessungsmethode eingesetzt, um die von Geröll verborgenen Eisreste im österreichischen Silvrettagebirge noch überwachen zu können. Via Laser.

Der Gletscher V am Schnapfenkuchl in den österreichischen Alpen im Vergleich 1954 und 2020.
Der Gletscher V am Schnapfenkuchl in den österreichischen Alpen im Vergleich 1954 und 2020.

Seit 2006 sind drei Gletscher im österreichischen Teil des Silvrettagebirges restlos abgeschmolzen. 43 gibt es noch, doch davon sind nur noch 33 durch sichtbares Oberflächeneis erkennbar.

In früheren Gletscher-Inventaren war es relativ einfach, die Gletscher klar abzugrenzen, etwa mittels Luftaufnahmen. Doch die Eismassen werden immer kleiner, von Geröll bedeckt und damit unsichtbar. Andrea Fischer vom Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat nun mit Kolleginnen und Kollegen erstmals ein Gletscher-Inventar vorgelegt, das auf hochpräzisen Laser-Scans («LiDAR») der Silvretta-Region basiert. Damit hat sie festgestellt, dass die Gletscherfläche seit 2006 um rund ein Drittel zurückgegangen ist.

Solche Scans werden mithilfe von laserbestückten Flugzeugen erzeugt, die das Gelände mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern und einer Auflösung von ein Mal ein Metern vermessen.

Probleme frühzeitig erkennen

Laut Fischer sollte man bei der Gletscher-Beobachtung auch die Gletscherreste nicht aus den Augen verlieren. Denn die schuttbedeckten Eisreste könnten das Gelände destabilisieren und das Aufkommen von Vegetation verlangsamen.

Die Forschenden rechnen damit, dass Ende Jahrhundert nur mehr etwa zehn Prozent der Alpengletscher-Fläche übrig sein wird, in den Ostalpen noch etwas weniger. Diese Entwicklung lasse sich nicht mehr aufhalten, so Fischer. «Wir müssen also versuchen, die Situation genau zu beobachten, damit wir Probleme frühzeitig erkennen können.»

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Text sda

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