KURZMELDUNG

KI bringt Robotern bei, Objekte mit ihrem ganzen Körper zu bewegen

Roboterarme können oft nur mit den Fingerspitzen greifen. Kompliziertere Aufgaben werden für Roboter dadurch schnell unlösbar. MIT-Forschende haben nun einen Weg gefunden, bestimmte Prozesse zu vereinfachen.

A robot rotating a bucket

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine grosse, schwere Kiste eine Treppe hinauftragen. Sie könnten Ihre Finger spreizen und die Kiste mit beiden Händen anheben, sie dann auf Ihren Unterarmen halten und gegen die Brust balancieren, wobei Sie Ihren ganzen Körper einsetzen, um die Kiste zu bewegen.

Menschen sind in der Regel gut in der Ganzkörpermanipulation, aber Roboter tun sich mit solchen Aufgaben schwer. Für einen Roboter stellt jede Stelle, an der die Kiste irgendeinen Punkt an den Fingern, Armen oder Oberkörper des Trägers berühren könnte, ein Kontaktereignis dar, über das er nachdenken muss. Bei Milliarden potenzieller Berührungen wird die Planung dieser Aufgabe schnell unlösbar.

Forschende des MIT haben nun einen Weg gefunden, diesen Prozess, der als kontaktreiche Manipulationsplanung bekannt ist, zu vereinfachen. Sie verwenden eine KI-Technik namens Glättung, die viele Kontaktereignisse zu einer geringeren Anzahl von Entscheidungen zusammenfasst. So kann selbst ein einfacher Algorithmus schnell einen effektiven Manipulationsplan für den Roboter ermitteln.

Künftig kleinere, mobile Roboter möglich

Diese Methode steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber sie könnte Fabriken in die Lage versetzen, kleinere, mobile Roboter einzusetzen, die Objekte mit ihren ganzen Armen oder Körpern manipulieren können, anstatt grosse Roboterarme, die nur mit den Fingerspitzen greifen können. Dies könnte dazu beitragen, den Energieverbrauch zu verringern und die Kosten zu senken.

Darüber hinaus könnte diese Technik für Roboter nützlich sein, die auf Erkundungsmissionen zum Mars oder zu anderen Körpern des Sonnensystems geschickt werden, da sie sich nur mit Hilfe eines Bordcomputers schnell an die Umgebung anpassen könnten.

Text: as

Fotografie: MIT

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