Kurzmeldung

Adapter bringt Immunzellen zum Zerstören zu Krebs

Ein Adapter macht Immunzellen gegen Krebszellen scharf. Solche «BiTE»-Wirkstoffe hätten sich schon gegen Blut-, Lungen- und Prostatakrebs bewährt, berichten Forscher.

BiTE-Moleküle sind so konzipiert, dass sie eine Brücke zwischen Krebszellen (gelb) und zytotoxischen T-Zellen (blau) bilden.
BiTE-Moleküle sind so konzipiert, dass sie eine Brücke zwischen Krebszellen (gelb) und zytotoxischen T-Zellen (blau) bilden.

«BiTE» (Bi-specific T-cell engagers)-Wirkstoffe haben zwei Bindungsarme: Einer hält die Krebszelle fest, der andere dockt an einer Immunzelle (T-Zelle) an und aktiviert ihren Hauptschalter, damit sie die Krebszelle zerstört, erklärte der Immunologe Peter Kufer von «Amgen Research» (München) an einer Veranstaltung in Wien.

«T-Zellen sind die potentesten Abwehrzellen unseres Immunsystems, und wir haben viele Milliarden davon in unserem Körper», so Kufer. «Die meisten von ihnen richten sich aber nicht gegen Krebszellen, sondern zum Beispiel gegen von Viren befallene Zellen.» BiTE-Wirkstoffe sind wie ein Adapter, mit dem man alle T-Zellen quasi gegen Krebszellen scharf macht. Damit kann man die Patienten laut Kufer behandeln, bis sie praktisch krebsfrei sind. Jüngst hätten klinische Studien gezeigt, dass das Wirkprinzip nicht nur gegen Blutkrebserkrankungen, sondern auch etwa bei Prostata- und Lungenkrebs funktioniert.

Effektiv Rückfälle vermeiden

Es sei auch möglich, T-Zellen gentechnisch so zu verändern, dass sie Krebszellen ohne Adapter erkennen, erklärte Ulrich Jäger von der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der Medizinischen Universität Wien. Genauso wie die BiTE-Methode sei diese Therapieform besonders effektiv, um Krebsrückfälle zu vermeiden. «Leider kommt es häufig vor, dass wenige Tumorzellen trotz erfolgreicher Krebsbehandlung unerkannt im Körper verbleiben.» Diese «Saat» für neue Tumore und Metastasen könne man mit einer «Konsolidierungstherapie» vernichten.

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Text sda

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